Praxis Dr. Schott

Zeitgemäße und Traditionelle Chinesische Medizin

Ärztin Monika Hornbach

in der Praxis für ganzheitliche Medizin, Allgemeinmedizin und Allergologie Dr. med. Beate-Charlotte Schott

Marbachweg 260a
60320 Frankfurt am Main

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Chinesische Medizin Frankfurt: Ärztin Monika Hornbach

Therapie in zeitgemäßer und traditioneller chinesische Medizin TCM und Akupunktur helfen bei Reizdarm-Syndrom

Das Reizdarm-Syndrom dient nur als „Etikett" für Beschwerden, die sich für die Schulmedizin ohne medizinisch ersichtlichen Hintergrund darstellen.

Die Patienten berichten über Schmerzen im Bauch, übermäßige Blähungen und /oder Stuhlunregelmäßigkeiten. Eine Darmentzündung (Colitis) wird im allgemeinen durch eine genaue Betrachtung der Darmschleimhaut ( Endoskopie / Coloskopie) ausgeschlossen.

Das Ergebnis führt häufig dazu, dass der Patient sich unverstanden fühlt: „Der Arzt sagt mir, dass ich gesund bin und ich habe aber starke Schmerzen im Bauch"

Eine „eingebildete Kranke" ist eine Patientin mit diesen Beschwerden aber nicht.

Die TCM hat nicht den Krankheitsbegriff der westlichen Medizin. Begriffe wie Asthma, Gastritis oder Reizdarm bezeichnen für die Chinesen eher Symptome. Unter einer Krankheit versteht die chinesische Medizin eher ein dynamisches Geschehen, das den Organismus immer wieder aus dem Gleichgewicht drängt.

Die TCM-Diagnose versucht diese - unter den Symptomen wirkende - Dynamik aufzu-decken. Dabei sind alle Informationen die der Körper liefert wichtig, z.B. wie er auf Belastungen des Klimas oder auf emotionalen Stress reagiert.

In der chinesischen Medizin kennen wir mehrer Ursachen für das Beschwerdebild des Reizdarm- Syndroms:

  1. Entweder liegt eine Schwäche des Erdelements, eine sogenannte Mils-Qi-Schwäche vor:

    Der Patient leidet unter Blähungen, weichem Stuhlgang bis Durchfall, Schmerzen im gesamten Bauch oder in der Mitte des Bauches. Hinzu kommen eventuell Energielosigkeit und Müdigkeit. Die Zunge ist blass und hat Zahneindrücke. Der Puls ist schwach.

    Eine energetische Schwäche des Funktionskreises Milz ist entweder konstitutionell bedingt z.B. bei Kindern (Abmagerung, Gedeihstörung, Infektanfälligkeit) oder durch ungeeignete Ernährung. Kuhmilchprodukte, Fruchtsäfte, sowie kalte Nahrung und Getränke schwächen den Funktionskreis Milz.

    (Antibiotika sind energetisch kalt und schwächen ebenfalls die Milz. Wenn schon eine Schwäche im Erdelement vorliegt, führt die Antibiotika-Gabe bei manchen Patienten zum Auftreten der oben genannten Symptome)

  2. Oder eine Stagnation im Holzelement, eine Le-Qi-Stagnation, kann die Ursache eines Reizdarms sein:

    Der Patient leidet in diesem Fall eher unter Schmerzen an der Bauchseite und / oder unter dem Rippenbogen, Blähungen und hartem Stuhl oder sogar Verstopfung. Häufig haben diese Patienten viel Stress oder Ärger. Kopfschmerzen oder erhöhter Blutdruck können damit kombiniert auftreten. Die Zunge ist eher spitz, gerötet. Der Puls ist saitenförmig, gespannt.

    Einstauungen des Qi resultieren entweder aus unterdrückten Emotionen oder unregelmäßigen Ernährungsgewohnheiten. Bei länger bestehenden Einstauungen des Qi entsteht Hitze oder Gluthitze (z.B. verstärkter Appetit / Durst) oder auch Stasen des Blutes (z.B. stechende Schmerzen).

    Durch Übergreifen der Leber-Qi-Stagnation auf den Funktionskreis Milz / Magen entstehen Feuchtigkeit, Schleim und Verdauungsblockaden.

  3. Oder die Symptome des Reizdarms entstehen durch Hitze im Herzen:

    Herz und Dünndarm sind über eine Yin-/Yang-Achse eng verbunden. Die meisten Menschen haben diesen engen Bezug schon mal selber in Prüfungssituationen erfahren: emotionaler Stress führt zu einem schnelleren Puls, Bauchgrimmen und Durchfall. Der Puls ist schnell. Die Zungenspitze ist gerötet.

Die Domäne der Chinesischen Medizin ist es, durch die Akupunktur und / oder Kräutertherapie das energetische Gleichgewicht wieder herzustellen.

Chinesische Medizin gelingt nur, wenn der Patient aktiv mitarbeitet und mit mir zusammen erörtert, was er unter der Einnahme der Kräuter an Veränderungen und Wirkungen wahrnimmt.

Zunächst sind es oft Ausleitungsvorgänge, die gezielt angeregt werden. Spürt der Patient, indem die entlastenden Prozesse in Gang kommen, auch Erleichterung auf anderen Gebieten? Wird er ruhiger, klarer, energiegeladener? Bemerkt er eine Veränderung seiner Schmerzen? Kommt der therapeutische Prozess ins Stocken? Muss die Rezeptur verändert werden?

Die oben genannten Ungleichgewichte können einzeln oder auch kombiniert auftreten.
Um zu erkennen welche Störung im Körper vorliegt wird vor Beginn der Behandlung eine ausführliche Anamnese einschließlich einer Zungen- Und Pulsdiagnose durchgeführt. Anschließend wird für jeden einzelnen Patienten ein individuelles Therapiekonzept erstellt.

Fallbeispiel 1:

Ein 17-jähriger Patient leidet seit 2 Jahren an Aufstoßen, Schmerzen und Spannungsgefühl im Bauch und unregelmäßigen Stühlen. Durchfälle wechseln mit Verstopfung. Bei Stress verstärken sich die Beschwerden. Phasenweise leidet er unter stärkerer Müdigkeit, einem zuschnürenden Gefühl im Brustkorb und neuerdings auch unter zunehmender Übelkeit. Der Puls ist saitenförmig und voll. Die Zunge ist am Zungengrund dick gelb belegt und insgesamt gerötet.

TCM-Diagnose: Leber-Qi-Stagnation , die auch den Funktionskreis Milz / Magen beeinträchtigt und zur Entwicklung von feuchter Hitze im Körper führt.

Therapie: wöchentliche Akupunktur und tägliche Einnahme einer individuell für ihn hergestellte Kräutermischung ( Dekokt, Kräuterauskochung)

Nach 2 Wochen hat er keine Übelkeit mehr, der Durchfall ist weniger geworden.

Nach 4 Wochen hat er keine Krämpfe mehr im Bauch, der Durchfall ist weg. Die Energie ist jedoch noch nicht so gut. Die Rezeptur wird verändert.

Nach 8 Wochen fühlt er sich gut und hatte keine Bauchbeschwerden mehr.

Fallbeispiel 2:

30-jährige Patientin
Beschwerden: Reizdarm-Syndrom seit Kindheit, schon als Baby viel Erbrechen
aktuell: nach dem Essen ( 3x täglich bis 3x wöchentlich) Übelkeit, Aufstoßen und 10 Min später Erbrechen, Völlegefühl, Blähungen, Aufstoßen, Durchfall, Verstopfung
seit der Pubertät Hautprobleme,
aktuell: um den Mund herum rote Flecken und Pünktchen, oft nach dem Essen
phasenweise Schlaflosigkeit seit 1 Jahr zunehmend, Konzentrationsschwierigkeiten
Migräne / Kopfschmerzen schon seit Kleinkindalter, Schweißausbrüche und Hitzewallungen, mittelstarke Menstruationsschmerzen
Puls: dünn und gespannt
Zunge: leichte Zahneindrücke, feucht, gelber Belag im unteren Drittel

Therapie: 1x wöchentlich Akupunktur und tägliche Einnahme einer individuellen Kräutermischung

Nach der 1. Woche hat das Erbrechen aufgehört und sie hat eine Woche gut geschlafen.

Nach 2 Wochen ist der Druck im Bauch weniger stark und sie ist nicht mehr ganz so müde, aktuell hat sie jedoch einen Nasennebenhöhleninfekt. Nach der Akupunktur ist die Stirnhöhle frei. Sie soll 3 x täglich warm (Kraftsuppen)essen. Das tut ihr gut, der Magen ist weiter besser, kein Erbrechen mehr

Nach 4 Wochen: erneut leichtes Erbrechen und tiefer Schlaf mit Alpträumen. Hierauf erfolgt eine Dekoktumstellung (Änderung der Kräutermischung)

Nach 5 Wochen: Die Menstruation war weniger schmerzhaft und die Patientin ist weniger müde während der Menstruation. Sie hat keine Alpträume mehr – war zunächst 2 Tage lang sehr durcheinander, jetzt sehr wach und viel Energie, Übelkeit viel besser, Stuhlgang viel besser, Magen gut, schläft durch. Die Patientin kommt weiterhin zur Akpunktur und nimmt noch täglich Kräuter.

Nach 6 Monaten Behandlung zunächst wöchentlich , dann in größeren Abständen:
Die Patientin schläft wunderbar und fühlt sich schon deshalb wie ein neuer Mensch. Der Bauch macht keine Probleme mehr, keine Blähungen, keine Schmerzen, kein Durchfall, sie kann sich normal ernähren und muss nicht mehr so darauf achten was sie isst. Sie hat noch selten leichte Hitzewallungen, die Menstruation ist schmerzfrei, die Haut ist viel besser, sie hat keine trockenen oder roten Stellen mehr.

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